Finnland per Rad

Historischer Königsweg in Richtung Turku

Helsinki–Kirkkonummi–Inkoo–Tammisaari–Teijo–Salo–Turku
Länge: 272 km
Dauer: 6 Tage/5 Nächte
Schwierigkeitsgrad: mittlerer Schwierigkeitsgrad

Höhepunkte:

• Milieu des historischen Königswegs
• Küstenstädte Inkoo, Tammisaari und Hanko
• Eisenhüttengebiet und Campingplatz von Teijo
• Kulturlandschaft von Halikko
• Turku, älteste Stadt Finnlands

Der große Küstenweg, auch Königsweg genannt, ist ein historischer Landweg von Turku nach Wyborg, der in der Mitte des 14. Jahrhunderts entstand. Seine bedeutendste Zeit erlebte der Weg im 18. Jahrhundert als Teil des Postweges zwischen Stockholm und St. Petersburg. Un-sere Route folgt größtenteils diesem Weg. Sie beginnt in Helsinki, führt an der Küste entlang durch die eleganten Wohngebiete von Espoo, vorbei an Jachthäfen und Badestränden und weiter aufs Land. Die Küstenlandschaft von West-Uusimaa ist felsig und hügelig. An der Stre-cke liegen die zweisprachig geprägten Kleinstädte, die beliebte Ziele für Segler und Touristen sind. West-Uusimaa  steht auch bei Radfahrern hoch im Kurs. In den Wäldern des Camping-platzes Teijo sind immer noch Spuren der Eisenhüttenzeit, wie Teergruben sichtbar. Als Zeugnisse der Eisenhüttenwirtschaft sind im Gebiet zahlreiche alte Häuser, Bauten und Ob-jekte erhalten geblieben. Die Teijo-Hütte stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist eine der ersten Eisenhütten des Landes. Die Hüttenvergangenheit ist im Gebiet stark präsent. Turku ist im Sommer eine der schönsten und belebtesten Städte Finnlands und eine der historisch be-deutendsten.

1. Tag: Die maritimen eleganten Städte Helsinki und Espoo Helsinki–Kirkkonummi 52 km

Das maritime Helsinki zeigt sich am Anfang dieser Route von seiner schönsten Seite. Der Weg folgt der Küste vom Kaivopuisto-Ufer nach Lauttasaari, weiter zu den eleganten Wohngebieten von Espoo, wo prachtvolle Vorgärten und Häuser den Uferweg säumen. Das rege Treiben der Stadt bleibt zurück und wir fahren in Richtung Kirkkonummi aufs Land. Der hügelige Weg führt abwechselnd durch Laubwälder und ausgedehnte Feldgebiete.

Wir verlassen Kirkkonummi und setzen die Tour nach Siuntio fort. Siuntio ist die Gemeinde der Gutshöfe. Die Gutshöfe sind größtenteils privat und als imposante Wahrzeichen weit sichtbar. Im Zentrum von Siuntio erhebt sich die mittelalterliche Steinkirche des Simon Petrus. Wenn man sich Inkoo nähert, kann man das Meer zwischen den Bäumen hindurchschimmern sehen. Der Jachthafen befindet sich ganz in der Nähe des Marktplatzes und lädt am Abend zum Entspannen ein.

3. Tag: Burgruine von Raseborg und Finnlands ältestes Sommercafé Inkoo–Tammisaari 44 km

In Fagervik, einem reizenden Milieu aus roten Holzhäusern, kann man sich mit der Eisenhüt-tengeschichte des Ortes vertraut machen. Der hügelige Weg schlängelt sich vom Hüttenge-lände zur Kirche von Snappertuna. Die alte Burg von Raseborg erhebt sich in fantastischer Lage auf einem Felsen. In gediegener Umgebung findet man ein Sommertheater und ein Café. Die Idylle des Kirchdorfs Snappertuna lädt zum Verweilen ein. Die Tour führt weiter nach Tammisaari, das seine Besucher mit einer entzückenden Holzaltstadt, Meeresnähe und ent-spannter Atmosphäre willkommen heißt. Die schmalen Straßen werden von alten Straßen-lampen beleuchtet, die Viertel haben originelle Namen wie Zwiebelfisch, Hering und Wild-schwein.

4. Tag: Campingplatz Teijo und Eisenhütten Tammisaari–Teijo 55 km

Der Weg nach Turku führt von Tenala weiter zum Campingplatz von Teijo. Auf dem Gebiet der Provinz Varsinais-Suomi führt die Route abwechselnd durch Wälder und Kulturlandschaften. Der Campingplatz von Teijo bietet vielseitige Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. In dem ab-wechslungsreichen Gebiet gibt es Seen, Felsen und Wälder. Das Meer trägt seinerseits zu dem besonderen Flair bei. Teijo bietet heutzutage eine Mischung aus Alt und Neu. Im Gebiet gibt es bemerkenswert viele Ferienhäuser.

5. Tag: Fahrt zum Silicon Valley von Finnland Teijo–Salo 24 km

Eine schmale, fjordartige Meeresbucht reicht fast bis zur Stadt Salo ins Binnenland. Die Stre-cke verläuft an der Bucht entlang bis nach Salo. Das geschichtsträchtige Salo liegt inmitten blühender ländlicher Idylle. Salo ist vor allem als Technologiestadt und als das Silicon Valley Finnlands bekannt. Aus dem jahrhundertealten Handelsplatz entstand eine international be-kanntes Elektronikzentrum.

6. Tag: Wertvolle Kulturlandschaften und pulsierendes Turku Salo–Turku 60 km

Rikala ist Teil der wertvollen Landschaft des Flusstals Halikonjokilaakso. Rikalanmäki ist ein lang gestreckter Landrücken, dessen älteste Fundstätten aus der späten Steinzeit stammen. Vom Rikalanmäki bietet sich ein faszinierender Anblick. Von Halikko aus verläuft die Route weiter über den alten Turkuweg in Richtung Paimio. Paimio ist eine kleine, moderne, ländliche Stadt, in der ein historischer und prähistorischer Verkehrsweg, der Königsweg und der Fluss Paimionjoki aufeinander treffen. Der durch das Zentrum fließende Fluss Aurajoki, wertvolle kulturhistorische Milieus sowie die ausgedehnte Schärenwelt vor Turku machen die Stadt einzigartig. Bekannte historische Sehenswürdigkeiten sind die Burg und die Domkirche.

Von Turku aus gibt es gute Zugverbindungen nach Helsinki und die Rückreise kann auch mit einem Bus erfolgen.

 

Übernachtung
Kirkkonummi
www.majvik.fi
www.hotellisiikaranta.fi
www.hvittorp.fi
www.kirkkonummi.fi
Inkoo
www.hrtigris.fi
www.kupariniemi.fi
www.vastankvarn.fi
www.westerby.fi
www.mangsgard.fi
www.inkoo.fi
Tammisaari
www.visitraseborg.com
Teijo
www.teijo.com
Salo
www.salovisit.fi
Turku
www.turkutouring.fi

Schwierigkeitsgrad
Leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad
Das Gelände ist hügelig, teilweise sind die Ta-gesstrecken nicht sehr lang und an mehreren Objekten können Pausen eingelegt werden. An der Strecke liegen viele Sehenswürdigkeiten, so dass oft Pausen eingelegt werden können. Von der Länge her ist die Route mittelschwer.
Finnlands belebtestes Radausflugsgebiet! Die Übernachtungen müssen rechtzeitig reserviert werden.
 

 

PDF: Kuninkaantietä länteen_DE.pdf